Magdeburg l Sachsen-Anhalt ist bei der Bewältigung der Schäden durch die Hochwasserkatastrophe vor eineinhalb Jahren auf einem guten Weg. Das sagte Staatskanzlei-Chef Rainer Robra (CDU) am Dienstag in Magdeburg. Mit Stichtag 31. Dezember 2014 seien Hilfsanträge mit einem Gesamtvolumen von 1,25 Milliarden Euro gestellt worden. Davon seien bisher rund 690 Millionen Euro bewilligt worden. Ausgezahlt wurden bisher knapp 320 Millionen Euro, hieß es in einer Mitteilung der Staatskanzlei.

"Wir haben einen großen Teil geschafft, aber gerade im Bereich der kommunalen Infrastruktur haben wir noch einen Berg vor uns", erklärte der Leiter des Wiederaufbaustabes der Landesregierung, Burkhard Fieber. Gemeinden in Sachsen-Anhalt hätten bisher Fluthilfen in Höhe von 600 Millionen Euro beantragt. Bewilligt worden seien bisher rund 225 Millionen. Über Anträge für 375 Millionen Euro müssten die Mitarbeiter und Gutachter des zuständigen Landesverwaltungsamtes noch befinden, so Fieber.

Von 691 Anträgen von Unternehmen über 89 Millionen Euro Fluthilfe seien bisher 605 abgearbeit. Auch bei privaten Haushalten habe das Landesverwaltungsamt den Großteil bewältigt. Staatsminister Robra appellierte an Geschädigte, die Anträge zügig zu stellen - auch wenn die Antragsfrist jüngst bis zum 30. Juni 2015 verlängert wurde. "Wir haben zwar mit der Verlängerung der Antragsfrist auch die Bewilligungsfrist verlängert. Aber bei Anträgen, die erst kurz vor Antragsschluss eingehen, könnten wir hier in Zeitnot geraten", erklärte Robra.