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Wenn's mal ein bisschen derber zugehen soll

24.07.2012 04:24 Uhr |




Hessen/ Die Betreiber der Schimpfhotline "schimpf-los.de", Gard Alexander Brandenburger (l.) und Ralf Schulte, posieren am Montag (16.07.12) in Frankfurt am Main mit Telefonen. Seit kurzem hoeren sich die zwei Maenner aus Hessen von Wildfremden gegen Geld am Telefon wueste Beleidigungen an. Ihre Schimpfhotline ist nach eigenen Angaben die erste Deutschlands. Die Initiatoren geben Wuetenden die Moeglichkeit zum Dampfablassen, beraten koennen und wollen sie dagegen nicht. Die Telefonseelsorge kritisiert den kommerziellen Aspekt - der Dienst kostet 1,49 Euro pro Minute aus dem Festnetz - und sorgt sich um zu wenig Interaktion mit Betroffenen. zu dapd-Text)

Hessen/ Die Betreiber der Schimpfhotline "schimpf-los.de", Gard Alexander Brandenburger (l.) und Ralf Schulte, posieren am Montag (16.07.12) in Frankfurt am Main mit Telefonen. Seit kurzem hoeren sich die zwei Maenner aus Hessen von Wildfremden gegen Geld am Telefon wueste Beleidigungen an. Ihre Schimpfhotline ist nach eigenen Angaben die erste Deutschlands. Die Initiatoren geben Wuetenden die Moeglichkeit zum Dampfablassen, beraten koennen und wollen sie dagegen nicht. Die Telefonseelsorge kritisiert den kommerziellen Aspekt - der Dienst kostet 1,49 Euro pro Minute aus dem Festnetz - und sorgt sich um zu wenig Interaktion mit Betroffenen. zu dapd-Text) | Foto: Martin Oeser/dapd Hessen/ Die Betreiber der Schimpfhotline "schimpf-los.de", Gard Alexander Brandenburger (l.) und Ralf Schulte, posieren am Montag (16.07.12) in Frankfurt am Main mit Telefonen. Seit kurzem hoeren sich die zwei Maenner aus Hessen von Wildfremden gegen Geld am Telefon wueste Beleidigungen an. Ihre Schimpfhotline ist nach eigenen Angaben die erste Deutschlands. Die Initiatoren geben Wuetenden die Moeglichkeit zum Dampfablassen, beraten koennen und wollen sie dagegen nicht. Die Telefonseelsorge kritisiert den kommerziellen Aspekt - der Dienst kostet 1,49 Euro pro Minute aus dem Festnetz - und sorgt sich um zu wenig Interaktion mit Betroffenen. zu dapd-Text) | Foto: Martin Oeser/dapd

Wiesbaden (dapd/au) l Hat Ihnen eigentlich schon mal jemand gesagt, dass Sie ein richtig dummes Arschloch sind? Ja, genau Sie! Da brauchen Sie jetzt gar nicht so dämlich zu glotzen. So blöd, wie Sie aussehen, sind Sie doch gar nicht - das könnte niemand. Aber machen wir uns nichts vor, die Suppe der Weisheit haben Sie mit einer Gabel gegessen ...

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Na, ist Ihnen gerade die Hutschnur geplatzt? Oder gehören Sie zu den Menschen, die anonyme Beleidigungen locker wegstecken? Dann könnten Sie problemlos bei Deutschlands erster Schimpfhotline anheuern, die seit einigen Wochen in Hessen betrieben wird. Die Idee, sich für Geld am Telefon beschimpfen zu lassen, kam den Geschäftsmännern Ralf Schulte und Alexander Brandenburger bei ihrer Arbeit in der Werbebranche. Dort werde viel gewütet, sagt Schulte. "Wenn man sich schon anscheißen lässt, kann man sich auch dafür bezahlen lassen." Außerdem verschaffe es den Leuten Erleichterung, wenn sie ihrem Ärger Luft machten.

"Es gibt eben Tage, da möchte man am liebsten ausrasten und jemanden zur Schnecke machen", ergänzt Schulte. Privater und beruflicher Stress mische sich oft zu einer "Gesamtwut", die ein Ventil suche. Ausrasten ziehe immer Konsequenzen nach sich, sagt er. Das "Auskotzen" an der Hotline aber bleibe mit 1,49 Euro pro Minute aus dem Festnetz zwar nicht kosten-, aber immerhin folgenlos. Eine Hand voll Mitarbeiter, allesamt Freunde oder Bekannte der Initiatoren, sei derzeit "rund 16 bis 18 Stunden" am Tag erreichbar.

Doch nicht alle stecken die fiesen Beleidigungen von fremden Menschen so locker weg. Eine Freundin der beiden hatte bereits von ihrem ersten Anruf die Nase so voll, dass sie den Job schmiss. Wen sie danach wohl angerufen hat?



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Copyright © Volksstimme 2013
Dokument erstellt am 2012-07-24 04:24:19
Letzte Änderung am 2012-07-24 04:24:19

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