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Mit 350 kostbaren Objekten beleuchtet das Kulturhistorische Museum das Kaisertum von der Antike zum Mittelalter. Grit Warnat hat mit Museumschef Matthias Puhle und Kuratorin Gabriele Köster über die am 27. August beginnende Otto-Ausstellung gesprochen.
Volksstimme: Herr Professor Puhle, nach Ihrer Einschätzung wird die neue Ausstellung genauso wichtig wie die beiden bisherigen erfolgreichen Otto-Ausstellungen 2001 und 2006. Das waren Landesausstellungen, die auch noch mit dem Titel Europaratsausstellung geschmückt waren. Warum ist die neue Ausstellung genauso wichtig?
Matthias Puhle: Europaratsausstellung heißt nicht zwangsläufig, dass die beiden Ausstellungen bedeutender waren als unsere neue Schau. Wir hatten uns bei der ersten Otto-Ausstellung bewusst um diesen Titel beworben, weil wir wussten, dass das ein Thema ist, das mit Blick auf Europa Nachholbedarf hatte. Andererseits wollten wir uns als Museum aber auch bekannter machen. Damals öffnete uns der Titel Europaratsausstellung Türen in große Museen in Amerika, Frankreich, Russland. Jetzt haben wir uns einen Namen gemacht, ich zeige da gar keine falsche Bescheidenheit, heute ist das Kulturhistorische Museum Magdeburg eine Adresse für große Mittelalterausstellungen.
Volksstimme: Wird es trotzdem eine Ausstellung von europäischem Rang?
"Diese Ausstellung steht den vorangegangen in nichts nach."
Matthias Puhle
Puhle: Absolut. Sowohl vom Anspruch, von den Exponaten, vom wissenschatlichen, organisatorischen als auch vom finanziellen Aufwand her steht diese Ausstellung den vorangegangenen Otto-Ausstellungen in nichts nach.
Volksstimme: 350 Exponate von Leihgebern aus 17 Ländern. Sie laden wieder zu einer Schatzkammer auf Zeit. Was sind Ihre Highlights?
Gabriele Köster: Es sind unglaublich viele kostbare Exponate und prachtvolle Zeugnisse wie die Elfenbeintafeln vom Einband eines Gebetbuches Kaiser Karl des Kahlen oder ein kostbar geschnitzter Kameo mit Augustus auf einem Tritonenviergespann. Er gehört zur berühmten Sammlung der Wiener Prunkkameen. Wir haben wie schon bei den vorangegangenen Ausstellungen nur das nicht bekommen, was aus konservatorischen Gründen nicht auf Reisen geht oder bereits anderen Ausstellungsprojekten zugesagt war. Diesmal gehen wir zurück in die römische Antike zu Augustus, dann nach Konstantinopel und zu Konstantin dem Großen, nach Byzanz, den Karolingern und Karl dem Großen, die in unserem Haus in diesem Umfang auch noch nicht ausgestellt waren.
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