Sangerhausen (dpa) | Der angeschlagene Fahrradhersteller Mifa aus Sangerhausen verkauft ein Betriebsgrundstück und erhält darüber frisches Geld. Die Immobilie werde für 5,7 Millionen Euro an den Landkreis Mansfeld-Südharz veräußert und anschließend gemietet, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Vorstandschef Peter Wicht habe sein Amt mit sofortiger Wirkung aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt. Er war zuvor bereits wegen Krankheit nicht mehr im Amt.

Als neues Vorstandsmitglied berief der Aufsichtsrat den Sanierer Stefan Weniger, der die Bereiche Reorganisation und Sanierung verantworten soll. Mifa hatte vor einem Monat mitgeteilt, Fehler in der Rechnungsführung entdeckt zu haben und seine Prognose kassiert.

Der Kampf um den Erhalt der Arbeitsplätze beim angeschlagenen Fahrradhersteller Mifa in Sangerhausen hat sich nach Einschätzung des Landrats Dirk Schatz (CDU) gelohnt. "Ich halte es für einen ganz normalen Prozess, dass die öffentliche Hand abwägt, ob sie helfen kann, Arbeitsplätze zu erhalten."