Sandau (ans/ta). Ein Frachtschiff ist am Sonnabend gegen 19.45 Uhr auf der Elbe mit der Fähre Sandau kollidiert. Wegen des Zusammenstoßes ist die Fähre Sandau bis auf Weiteres außer Betrieb.

Wie die Wasserschutzpolizei mitteilte, war das Schiff von

H
amburg aus nach Magdeburg unterwegs, um dort Ladung aufzunehmen. Beim Passieren der Fährstelle kam es zu der Kollision mit der Fähre. Verletzt wurde niemand.

Güterschiff kann weiterfahren

Das deutsche Gütermotorschiff lag über Nacht in Tangermünde, eine Weiterfahrt wurde vorläufig untersagt. Gestern konnte das Schiff dann seine Fahrt nach Magdeburg fortsetzen, da der Schaden nicht so gravierend war. An der Fähre, die an ihrem Liegeplatz am ostelbischen Ufer in Sandau festgemacht ist, ist die Landeklappe beschädigt worden.

Bürgermeister Henry Wagner, der sich gestern den Schaden ansah, sagte im Gespräch mit der Volksstimme, dass sich eine Kommission die Fähre untersuchen werde. Zudem sollen Werftmitarbeiter schauen, ob weitere Schäden entstanden sind. Äußerlich sei bis auf die fehlende Auffahrt-Lippe an der Landungsklappe nichts zu erkennen. "Ich hoffe, dass wir die Fähre so schnell wie möglich wieder in Betrieb nehmen können."

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öhe des Schadens ist noch unklar

Über die Höhe des entstandenen Schadens waren gestern noch keine näheren Informationen zu erhalten. Die Ursache für den Schiffsunfall wird untersucht.

Allerdings gibt es aufgrund des gesperrten Mittellandkanals –dort war am Dienstagaben ein Güterschiff nach einem Zusammenstoß mit einem anderen Schiff gesunken – auf der Elbe ein erhöhtes Schiffsaufkommen. Allein am Freitag waren an der Fähre Sandau während der Verkehrszeit 60 Schiffe gezählt worden. Um über die Elbe zu kommen, gibt es zwischen Tangermünde und Wittenberge derzeit entweder die Brücken oder die Fähre in Räbel.