Nachterstedt ( dpa ). Zwei Wochen nach dem Erdrutsch in Nachterstedt haben Experten am Wochenende weitere Bohrungen in dem einsturzgefährdeten Unglücksgebiet vorgenommen.

Mit Messungen in bis zu 100 Meter Tiefe wollen sie neue Erkenntnisse über das Grundwasser in der Region gewinnen, sagte die Sprecherin des Salzlandkreises, Ursula Rothe, am Sonntag. Der Erdrusch hatte am 18. Juli zwei Häuser in den Concordiasee gerissen. Drei Menschen kamen ums Leben.

Am Unglücksort seien am Wochenende keine nennenswerten neuen Risse an den sieben evakuierten Häusern festgestellt worden, sagte Rothe. Nach Angaben der Polizei in Bernburg hat mittlerweile der Katastrophentourismus deutlich nachgelassen.