Mit der Hoffnung haben die Rettungskräfte in Nachterstedt auch die Suche nach den vermissten Bewohnern aufgegeben. Eine menschliche Tragödie ist über die Gemeinde im Salzlandkreis hereingebrochen. So viel Hoffnung hatten die Bewohner mit der Renaturierung des Tagebaus, mit dem Aufbau touristischer Angebote, mit dem Entstehen neuer Arbeitsplätze verbunden. Der Erdabbruch, der das Dorf aus dem Schlaf und drei von ihnen in den Tod riss, hat das alles zunichte gemacht. Mehr noch, die Angst geht um, dass noch mehr passiert, nicht nur in Nachterstedt. Eine ganze Region scheint gelähmt.

Aber : Die Katastrophe und die gefühlten Gefahren lassen auch die Menschen zusammenrücken. Die Hilfe ist angelaufen, evakuierte Familien werden von Verwandten und selbst Fremden aufgenommen, materielle Unterstützung wird großgeschrieben. Die Betroffenen brauchen Solidarität – und sie bekommen sie. Das zählt. ( Seite 1 )