Nachterstedt (bk). Die Staatsanwaltschaft Magdeburg hat Pressemeldungen dementiert, wonach den zuständigen Behörden bereits längere Zeit bekannt gewesen sein soll, dass sich im Nachterstädter Wohngebiet "Am Ring" die Erde bewegt habe.

"Die Staatsanwaltschaft ist falsch zitiert worden", sagte Oberstaatsanwältin Silvia Niemann gestern der Volksstimme. Es stimme zwar, dass ein Bewohner des Gebietes, in dem es Sonnabendnacht zu dem verheerenden Erdrutsch gekommen war, an seinem Schuppen einen Riss und auf seinem Grundstџck eine Absenkung festgestellt habe. "Aber er hat die Risse selbst verfugt und die Senke aufgefüllt. Behörden hat er nicht informiert." Erst nach der Katastrophe sei der Mann damit an die Öffentlichkeit gegangen. Deshalb könne man weder der Sanierungsgesellschaft noch der Gemeinde einen Vorwurf machen.