Altstadt (kai) l Ein Paukenschlag ganz nach dem Geschmack der Schwimmsport-Hochburg Magdeburg: Als am 27. April 1962 die Elbeschwimmhalle eingeweiht wurde, schwamm Barbara Goebel über 100 Meter Brust Jahresweltbestzeit. Tosender Beifall der 2000 Zuschauer; und am nächsten Tag konnte die Bevölkerung die neue Halle besichtigen. Dann hatten wieder die Schwimmer den Vortritt für ihr Training, darunter Ingrid Krämer-Gulbin, Doppel-Olympiasiegerin 1960 im Turmspringen.

Den Grundstein für die Schwimmhalle hatte drei Jahre zuvor, am 1. Mai 1959, der Meister des Sports, Kurt Söll gelegt. Der Name Elbeschwimmhalle soll auf eine Idee von Jochen Pirl, Schwimmtrainer, zurückgehen.

Die Elbeschwimmhalle war in der Bevölkerung ein stolzer Begriff, der 10-Meter-Turm unter Kindern und Jugendlichen Legende. Die moderne Sportstätte (50-mal-20-Meter-Becken) rief zur damaligen Zeit bei Aktiven und Zuschauern gleichermaßen Bewunderung hervor. Sie galt als eine der modernsten Schwimmhallen Europas.

Allerdings gerieten die Freizeitschwimmer immer mehr ins Hintertreffen, denn der wachsende Bedarf der Schwimmsportler und -vereine konnte erst mit den Neubauten u. a. der Schwimmhallen in Nord und Olvenstedt kompensiert werden.

Zum weiteren Schicksal, das positiv ausging: 1997 aus Sicherheitsgründen zwar vorübergehend geschlossen, wurde die Halle von 2001 bis 2004 für über 15 Millionen Euro grundsaniert und behindertengerecht ausgestattet.