Mageburg (kai) l Schon Jahre vorher hatten der damalige Stadtplanungsamtschef Dr. Peters und Landesbauminister Dr. Daehre zu einer Elbschifffahrt Baufirmen, Offizielle, Politiker und Presse eingeladen. Um das am Flussufer abgesteckte "Spielfeld" Internationale Bauausstellung (Iba) 2010 zu zeigen, Begeisterung zu wecken. Das gelang vortrefflich!
Zur Iba 2010 hatten sowohl Besucher als auch Magdeburger eine Menge Gesprächsstoff. Nach der Ausgrabung der Bastion Cleve, dem Bau des Lesezeichens in Salbke, dem Lapidarium mit historischen Skulpturen, dem Ausbau des Wissenschaftshafens mit Denkfabrik (rund 9 Millionen Euro an Investitionen) sowie dem Ausstellungszentrum Iba-Shop wurde an weiteren Vorhaben gearbeitet.

Alles nach der Iba-Vorgabe, Magdeburgs Innenstadt näher an die Elbe zu rücken. Am 13. August wurde der Teich im Klosterbergegarten fertig, kurze Zeit später das erste Wohn- und Geschäftshaus im Elbbahnhof bezogen. Am dort bereits entstandenen Stadtplatz mit Elbbalkon stellte die Stadt das Kunstwerk Zeitkugel wieder auf. Der Fürstenwallpark war gerade für 5 Millionen Euro neu gestaltet, am Elbufer Sitztreppen fast direkt am Fuße der neuen Fußgängerbrücke übers Schleinufer etabliert worden.

Erstrangiges Iba-Vorzeigeprojekt war der neue Elbbahnhof. Auf der Ex-Eisenbahnbrache entlang des im Zweiten Weltkrieg zerbombten Elbufers wurde (bis heute) an einem Stadtviertel der Sonderklasse gebaut. Über 600 Wohnungen, Geschäftshäuser, ein Parkhaus und Freizeitattraktionen einschließlich der sanierten historischen Hubbrücke entstehen.

Im September 2010 war Richtfest an den ersten 15 Stadthäusern. Im nördlichen Bereich hat bis heute der Krieg seine Spuren hinterlassen, nämlich den Trümmerschutthügel. Er ist noch nicht abgetragen und versperrt den Blick von den Terrassenbauten zur Elbe. Der Bau von weiteren Straßen im Elbbahnhof und im Wissenschaftshafen, die Kaiserrampe, das Domumfeld und der später realisierte Salbker Wasserturm gehörten zur Iba-Projektliste.