J wie Jerichower Land und seine Gemeinden: Jede der acht Kommunen hat etwas besonderes zu bieten, aber auch Probleme, die in Zukunft angegangen werden sollen.

Burg


Die Kreisstadt Burg mit seinen sechs Ortschaften und drei Ortsteilen beherbergt knapp 23000 Einwohner und ist damit in dieser Kategorie die größte Gemeinde des Jerichower Landes. Seit 31. Januar 2010 ist Bürgermeister Jörg Rehbaum für die Geschicke verantwortlich. Das besondere der Stadt sei vor allem die hervorragende Lage. Die Autobahn A2, die Bundesstraßen B1 und B246a, die Bahnstrecke Hannover-Magdeburg-Berlin sowie die Wasserstraßen Elbe und Elbe-Havel-Kanal machen die Kreisstadt von überall erreichbar. Doch nicht nur das. "In der Burger Innenstadt, die an vielen Stellen über ihre mehr als 1000-jährige Vergangenheit Zeugnis abgelegt, ist Geschichte pur erlebbar", so Rehbaum. Für die Zukunft ist vor allem die Durchführung der Landesgartenschau 2018 das wichtigste Ziel. Das Leitmotiv des Konzeptes heißt "Zukunft gestalten". Das Hauptproblem der Gemeinde für die Zukunft wird der demografische Wandel sein. "Das beginnt bei der Planung und Bereitstellung von Kindergarten-, Schul-, und Ausbildungsangeboten", sagt Rehbaum.

Genthin


Wasserturm, Volkspark und Elbe-Havel Kanal - Für jeden werde etwas geboten, so Genthins Bürgermeister Thomas Barz. "Es ist der Charme einer liebenswerten Kleinstadt und attraktiver Dörfer innerhalb der Einheitsgemeinde", sagt er. Für knapp 15000 Menschen bietet die Kanalstadt eine Heimat. Die gesunde Mischung aus Stadt und Dorf, Familie und Arbeit sowie Wirtschaft und Umwelt mache die Einheitsgemeinde zu etwas Besonderem. "Dies macht wohl die kommunale Familie Jerichower Land im Ganzen so einzigartig", sagt Barz. Priorität für die Zukunft hat hier der Erhalt und die Fortentwicklung der Wirtschaft. "Uns muss es gelingen, eine lebens- und liebenswerte Region zu bleiben sowie Zukunft hier für uns und unsere Kinder zu schaffen", macht der Bürgermeister deutlich. Den Fachkräftemangel sieht Barz als essentielles Problem, welches für die Zukunft angegangen werden muss.

"Allein mit der Schönheit der Landschaft wird man die Menschen hier nicht halten können."

Möckern


Frank von Holly ist der Bürgermeister der flächengrößten Einheitsgemeinde (52387 Hektar) des Landkreises. Knapp 13000 Menschen wohnen in Möckern. Der ländliche Bereich sei bestens geeignet, Natur zu erleben und die vielen Vereine und Sportstätten bieten umfangreiche Möglichkeiten der Freizeitgestaltung in der Kulturlandschaft Westfläming, so der Bürgermeister. Die Region ist insbesondere durch großflächige Kiefernwälder und durch die Landwirtschaft gekennzeichnet. Die beiden historischen Städte Möckern und Loburg passen sich gut in das ansonsten dörflich geprägte Bild ein. Neben der herrlichen Landschaft gibt es viele historische Sehenswürdigkeiten und Kulturangebote. "Hier kann man arbeiten, erleben und ausruhen", sagt von Holly. Auf der Grundlage einer ausgeprägten Vereinsstruktur fließen Tradition und menschliches Miteinander ebenso ein, wie neue Ideen in das breit gefächerte öffentliche Leben.

Gommern


Ein Besuch der drei Schlösser und Burgen in Gommern, Leitzkau und Dornburg ist ein Muss. So sieht es zumindest Bürgermeister Jens Hünerbein. Die Einheitsgemeinde mit seinen knapp 11000 Einwohnern, "die mit Herz und Seele mit ihrer Region verbunden sind", so Hünerbein, biete neben den vielen Seen, den ausgedehnten Waldgebieten auch wunderschöne Ortsbilder. "Insgesamt kann man in unserer Einheitsgemeinde wunderbar viel entdecken, sich erholen und die Natur in vollen Zügen genießen", sagt Hünerbein. Die Sicherung der Schulstandorte und Arbeitplätze stehe in Zukunft auf der Agenda. Zudem die Unterstützung des breiten Vereinslebens müsse fortgesetzt werden, "denn hiervon lebt die Gemeinde", sagt Hünerbein. Der demografische Wandel, weitere Aufgabenübertragung an die Gemeinde und enger werdende finanzielle Spielräume bei gleichzeitig wachsenden Kosten seien die drei Grundprobleme in der Zukunft. "Sich diesen Aufgaben zu stellen, ist eine Herausforderung, die wir in unserer Einheitsgemeinde engagiert annehmen", verspricht Hünerbein.

Biederitz
Am 1. Januar 2010 wurde aus den sechs Ortschaften Biederitz, Gerwisch, Gübs, Heyrothsberge, Königsborn und Woltersdorf die Einheitsgemeinde Biederitz. Knapp 8500 Einwohner vertrauen dem Bürgermeister Kay Gericke. "Die Gemeinde Biederitz bietet seinen Anwohnern nicht nur eine optimale Lebensqualität mit hohem Freizeitwert, sondern wird auch für Touristen immer attraktiver", sagt er. Die einzigartige Natur, die Nähe zu Magdeburg und zu vielen anderen sehenswerten Ausflugsgebieten, mache die Gemeinde zu einem lohnenden Reiseziel, betont Gericke.

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Möser


Die naturräumliche Lage an verschiedenen Naturschutzgebieten und trotzdem die Nähe zur Landeshauptstadt Magdeburg und an allen wichtigen Verkehrsadern machen die Einheitsgemeinde Möser besonders. So die Einschätzung von Bürgermeister Bernd Köppen. Zudem könne die Gemeinde mit dem Wasserstraßenkreuz punkten. "Wir haben mit der längsten Kanalbrücke der Welt, der Doppelsparschleuse in Hohenwarthe einmalige wassertechnische Anlagen", so Köppen. "Wir wollen die Gemeinde als hervorragenden Wohnstandort vor den Toren der Landeshauptstadt ausbauen und vor allem die touristischen Angebote verbessern", erzählt er. Dafür sei eine dringende Verbesserung der Finanzsituation erforderlich, so der Gemeindebürgermeister. Ende 2012 wohnten 8053 Menschen in der Einheitsgemeinde.

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Jerichow


Die Stadt ist der Namensgeber des Landkreises. "Jerichow ist ein kleines lebendiges Städtchen, dessen historische Wurzeln weit zurückreichen. Davon zeugen die romanische Klosteranlage, der Burgberg und die Holländerwindmühle", sagt Bürgermeister Harald Bothe. 7225 Einwohner zählt die kleine Einheitsgemeinde. Mit dem Naturschutzgebiet Bucher Brack, dem Kloster Jerichow, das an der Straße der Romanik liegt und einer der Kulturschätze am St. Jakobus Pilgerweg ist, und der Klosterkirche, die als Mutterkirche der norddeutschen Backsteinromanik bezeichnet wird, gibt es zahlreiche Angebote. Zu den Zielen für die Zukunft gehören unter anderem ein Radweg Richtung Genthin oder eine feste Hochwasserschutzanlage.

Elbe-Parey
Mit 6937 Einwohnern ist Elbe-Parey die kleinste Gemeinde im Jerichower Land. Sie präsentiert sich "natürlich und überraschend", wie Bürgermeisterin Jutta Mannwitz sagt. "Im Hinblick auf die weitestgehend unberührte Elbauenlandschaft, die von Wiesen, Feldern, Flüssen und Seen durchzogen ist, ist hier Erholung und Entspannung garantiert", erzählt Mannewitz. Daneben ist Elbe-Parey gerade durch die Integration des Elbe-Radweges, des Altmarkrundkurses und der Mühlentour besonders für Radwanderer interessant. Neben Finanzsorgen ist die Abwanderung ein großes Problem. "Wir müssen ein bedarfsgerechtes schulisches Angebot, dauerhafte gesundheitliche Versorgung und vor allem günstigen Wohnraum und attraktive Baugrundstücke zur Verfügung stellen."

   

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