Havelberg l Zum zweiten Mal seit ihrem Bestehen wurden im vergangenen Sommer die sechs bei Havelberg gelegenen Polder geflutet, um Wittenberge, Hitzacker und Lauenburg zu entlasten. Die betroffenen Bauern in den Gebieten bleiben zum Großteil auf ihren Schäden sitzen.

Der Staat ersetzt die Verluste der rund zwei Dutzend Landwirte nur teilweise. Die Höhe der Entschädigung hängt zudem vom Bundesland ab. Liegt der Betriebssitz in Brandenburg, bekommen die Polderbauern 100 Prozent Entschädigung. In Sachsen-Anhalt sind es laut Agrarministerium "im Schnitt 80 Prozent".

Ändern will das Landwirtschaftsminister Hermann Onko Aeikens (CDU) nicht. Die Regelung sei fair und rechtlich sauber.