Bevor Sie sich mit Altenheimen in Verbindung setzen, überlegen Sie, welche Hilfe Sie brauchen. Beraten Sie sich mit Ihrem Hausarzt und mit Menschen, denen Sie vertrauen.

Wenn die Grundsatzentscheidung gefallen ist, klären Sie die Frage der Finanzierung. Die wichtigsten Quellen sind Rente, Vermögen und Leistungen aus der Pflegeversicherung.

Teffen Sie eine Vorauswahl mehrerer Heime. Die Sozial­ämter, Pflegekassen, Seniorenvertretungen, Wohlfahrtsverbände, private Träger und der Hausarzt können helfen.

Fordern Sie bei den Heimen Prospekte, Leistungsbeschreibung einschließlich Preisliste, Muster eines Heimvertrages und die Heimordnung an.
Die Höhe der Heimkosten ist sehr unterschiedlich. Sie setzt sich aus den Kosten für allgemeine Pflegeleistungen, Behandlungspflege und soziale Betreuung, dem Entgelt für Unterkunft und Verpflegung sowie dem Entgelt für nicht geförderte Investitionskosten zusammen.

Voraussetzung für die Kostenübernahme der Pflegeleistungen ist ein Versorgungsvertrag des Heimes mit den Pflegekassen, nur dann beteiligen sich die Pflegekassen an den Pflegekosten.

Wichtig sind auch die sogenannten Zusatzleistungen, die jeder Bewohner selbst zahlen muss. Deren Art und Höhe sind im Heimvertrag oder in einer gesonderten Liste aufgeführt. Erkundigen Sie sich genau, welche Leistungen die Grundversorgung umfassen und damit vom Heimentgelt abgedeckt werden und welche Leistungen als Zusatzleistungen gesondert gezahlt werden müssen.

Haben Sie mehrere Heime in die engere Wahl einbezogen, vereinbaren Sie mit der Heimleitung einen Besuchstermin. Lassen Sie sich von einer Person ihres Vertrauens begleiten.

Prüfen Sie das Preis-Leistungs-Verhältnis der Heime. Preisvergleichslisten händigen auch die Pflegekassen aus. Beziehen Sie in Ihre Entscheidung auch Ihre Eindrücke ein, das heißt, wo haben Sie sich spontan wohlgefühlt. Erkundigen Sie sich, welchen Ruf das Heim hat.

Der Heimvertrag: Achten Sie darauf, dass die Ihnen zur Verfügung gestellte Wohnung oder das Zimmer exakt benannt ist und eine Verlegung nur mit Ihrem Einverständnis möglich ist. Prüfen Sie auch, ob das Heim von sich aus eine Erhöhung des Heimentgeltes vornehmen kann. Wichtig ist auch die Vergütungsregelung für den Fall der Abwesenheit.

Viele Heime erstatten die ersparten Aufwendungen für die Verpflegung den Bewohnern. Prüfen Sie auch die Regelungen zur Haftung. Viele Heime versuchen, die Haftung zu begrenzen oder teilweise auszuschließen, etwa für grobe Fahrlässigkeit in der Pflege.

Quelle: Leitfaden zur Wahl eines Pflegeplatzes, herausgegeben vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.