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Eine Reminiszenz an die Spiele in London: Beim 21. Sport-Presse-Ball im Magdeburger Maritim-Hotel drehte sich alles - vom Empfang, über das Essen, die Sportlerehrung bis hin zum buntgemischten Programm - um das Thema "Very British".
Magdeburg l Die Olympischen Spiele sowie die Paralympics von London sind längst Geschichte. Erfolge, aber auch Tränen und Enttäuschungen der Magdeburger Sport-Stars werden vom inzwischen eingekehrten Trainingsalltag in den Hintergrund gedrängt. Müßiggang ist für Kanu-Ass Andreas Ihle Co. bekanntermaßen aller Laster Anfang ...
Doch am Samstagabend beim 21. Sport-Presse-Ball des SCM und der Volksstimme im Magdeburger Maritim-Hotel wurden doch noch einmal Erinnerungen an die Tage von London geweckt: Mit Bildern und ehrenden Worten, beim Musical-Showact "From London to Broadway". In den vielen Gesprächen an den Stehtischen in der Lobby oder mit kulinarischen Köstlichkeiten à la "Zu Gast in England".
Auch bei der offiziellen Begrüßung auf der Bühne kamen die Gastgeber, SCM-Präsident Dirk Roswandowicz und Volksstimme-Chefredakteur Alois Kösters, nicht um das Thema London und eine Anlayse der sportlichen Leistungen herum.

Von Schönrederei war vor allem der "Präsi" weit entfernt. "Die Einschätzung unserer sportlichen Leistungen bei Olympia fällt durchwachsen aus", erklärte Roswandowicz, der die Bronzemedaille von Andreas Ihle und die sechsten Plätze von Schwimmer Helge Meeuw und Diskuswerfer Martin Wierig als positiv hervorhob. Dennoch seien nicht alle Erwartungen erfüllt worden: "Auch wenn ich persönlich es anders sehe - die Teilnahme an den Olympischen Spielen reicht in der öffentlichen Wahrnehmung eben nicht mehr aus. Politik, Sponsoren und Medien fordern mehr. Was zählt, sind Medaillen."

Kösters betonte indes, dass es, egal ob positiv oder negativ, dem Sport gelänge, Identifikation und eine emotionale Verbundenheit zu schaffen. "Am Ende haben wir es ja auch dem Sport zu verdanken, dass wir hier zusammengekommen sind. Auch wir Journalisten fiebern mit, wenn es um unsere regionalen Vereine geht. Bei aller kritischen Distanz, ist da jede Menge Emotion dabei. Aber wir wissen auch: Wer gemeinsam mit der Volksstimme Siege gefeiert und Niederlagen erlitten hat, wird sich auch an seine Zeitung emotional gebunden fühlen. Marktforscher bestätigen uns, das dies ein Erfolgsfaktor für Tageszeitungen ist", so der Chefredakteur.
Besonders feiern konnte am späten Abend Marc Schmedt. Der Manager der Handballer hatte auf die Farbe Blau gesetzt und bei der Tombola das große Los gezogen: Hauptgewinn! Wie war das doch gleich mit dem Teufel, der ... Doch Schmedt wusste sich zu helfen: "Ich werde die Kreuzfahrt an unseren Mannschaftsbetreuer Ulli Barnikol abtreten. Der hat sich ein paar Tage Urlaub mehr als verdient, denn Ulli ist Tag und Nacht fürs Team da und hat ein Riesenarbeitspensum zu erledigen."
Von dem "Dankeschön der besonderen Art" hatten die Handballer selbst gar nichts mehr mitbekommen. Für Kapitän Fabian van Olphen und seine Mitspieler, die bereits morgen beim Heimspiel gegen die Füchse Berlin ran müssen, war bereits um 22 Uhr Zapfenstreich. Für Olympionike Andreas Ihle dagegen ging die Party erst richtig los: "Einmal im Jahr darf auch ich mal die Sau rauslassen." Recht hat er, wer, wenn nicht er?!

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