Die drei Säulen der Altersvorsorge

I. Gesetzliche Vorsorge: Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung

II. Alterssicherung: durch die Betriebliche Altersvorsorge, wenn der Arbeitgeber Versorgungsleistungen zusagt

III. Private Vorsorge: Eingezahltes Kapital und die erwirtschafteten Zinsen sollen dem Sparer zustehen. Staatlich gefördert werden die Rürup- Rente (für Selbstständige) und die Riester-Rente. Weitere Möglichkeiten sind ein Fondssparplan und der Erwerb von Immobilien

Mehr Informationen gibt es im Internet auf den Seiten des Arbeitsministeriums unter www.bmas.de

Alle Daten und Fakten zur Regional-Analyse sind nachzulesen im Internet unter www.mm-regioscan.de

Halberstadt/Wernigerode l Ohne den Gürtel im Rentenalter enger zu schnallen, das können nur wenige. Mindestens jeder zweite Ruheständler muss im Monat mit einem Nettoeinkommen von 1000 Euro und weniger auskommen. Fast 10 Prozent sogar mit nicht einmal 500 Euro. Das ergab der Regiscan, eine Studie der Mediengruppe Magdeburg in Zusammenarbeit mit der IHK, für den Harzkreis. Befragt wurden hier Bürger aus den Altkreisen Halberstadt und Wernigerode.

Die Zahl derer, die mit 2000 Euro und mehr zu den Spitzenverdienern unter den Rentnern gehören, liegt bei nur 3 Prozent. Das ist Tiefpunkt im Befragungsgebiet der Volksstimme. Demnach leben die reichsten Rentner in der Altmark (4,3 Prozent), gefolgt von der Börde (4) und Magdeburg (3,9 Prozent).

Während die Frage nach der aktuellen Einkommenssituation nur Rentnern gestellt wurde, sollten sich Berufstätige zur Altersvorsorge äußern. Bereits 51,3 Prozent der Befragten haben diese geregelt und 9,7 Prozent schon damit beschäftigt. Für 8,1 Prozent ist dies nicht relevant, weil sie ausreichend Vermögen haben oder dieses erwarten. Insgesamt ist das Thema Altersvorsorge für 39,7 Prozent der Harzer "interessant", für 16,2 Prozent sogar "sehr interessant". Hingegen interessiert es rund 34 Prozent weniger bis gar nicht.

Freunde und Bekannte sind die Hauptinformationsquelle, wenn es darum geht, etwas über die Pflege im Alter zu erfahren (43,3 Prozent). Die Besichtigung eines Pflegeheimes oder der Besuch eines Pflegedienstleisters spielt ebenfalls eine große Rolle (41,3 Prozent). Fast 30 Prozent würden ihren Arzt fragen, gut 20 Prozent den Kontakt zu einem Pflegebedürftigen nutzen.