Magdeburg (ddp). Der Kulturausschuss des Landtags wird sich am 4. März mit der Öffnung des mutmaßlichen Sargs der Königin Editha befassen. Die SPD-Fraktion hat einen entsprechenden Antrag gestellt. Zu der Sitzung werde auch der Landesarchäologe Harald Meller eingeladen, wie die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Corinna Reinecke, gestern sagte.

Die Umstände der Öffnung des Editha-Grabes seien nicht völlig klar, so Reinecke. Daher sei die Landesregierung aufgefordert worden, in der Ausschusssitzung umfassend über die Graböffnung, die anschließende Informationspolitik und den weiteren Umgang mit dem Fund zu berichten. Zuvor solle sie außerdem eine schriftliche Erklärung zu dem von Kultusminister Jan-Hendrik Olbertz (parteilos) angekündigten "Masterplan" für die weitere Editha-Dokumentation vorlegen.

Olbertz hatte in der "Magdeburger Volksstimme" mitgeteilt, am 18. Februar sollten sich Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD), Domprediger Giselher Quast und Meller auf einen "Masterplan" einigen, der den zeitlichen und inhaltlichen Beitrag des Editha-Fundes im Domjahr 2009 sicherstelle.