Der Pulverdampf im Streit um den Editha-Fund verzieht sich langsam. Der Landesarchäologe aus Halle und der Oberbürgermeister aus Magdeburg haben Frieden geschlossen. Doch kaum ist Einigkeit erzielt, zeichnet sich eine neue, diesmal rein magdeburgische Auseinandersetzung ab : Was tun mit Editha ? Ausstellen, präsentieren, vermarkten ? Oder doch einfach nur bestatten ?

Noch ist gar nicht klar, ob es wirklich die Gebeine von Editha sind, da wird schon ihr allerletztes Aufgebot bestellt : Feierlich soll es sein und evangelisch. Vielleicht auch ein bisschen katholisch, aber bloß nicht zu lithurgisch. Wird aus Editha jetzt eine Protestantin ? Was soll das ? Die Dame lebte mehr als 500 Jahre vor der Reformation.

Das Schicksal hat Magdeburg ein Geschenk gemacht. Nun muss sich die Stadt ein klein wenig würdig erweisen. Hoffentlich kriegt sie das hin.