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Innenpolitische Erwägungen könnten aber auch gerade deshalb Heinrich und Mathilde bewogen haben, die Hochzeit des Sohns weiter westwärts in Szene zu setzen, im mächtigen Mainz oder Frankfurt. So se hen es Historiker wie Gerd Althoff, die eine PR- oder Wahlkampfreise der gesamten königlichen Familie in den westlichen Teil des Reichs annehmen. Nach kirchlicher Hochzeit, Eheversprechen vor Gott, Tausch der Ringe, so beschreibt es die Historikerin Schlenker, wird es sicherlich ein mehrtägiges Festmahl mit Gesang, Tanz, Spielleuten, Kampfspielen, den Austausch von Geschenken, Umzügen und Volksbelustigungen gegeben haben. Die Hochzeitsnacht war ebenfalls eine Angelegenheit von öffentlichem Interesse. Die Sicherung der Kontinuität der Herrschaft war eben entscheidend.
Als Entschädigung für die Hingabe ihrer Jungfräulichkeit war der Braut eine Morgengabe bestimmt, "dos". Sie wurde erst am Morgen nach der Hochzeitsnacht übergeben. Es ist bekannt, dass Editha von Otto Magdeburg geschenkt bekam. "Seid ehrlich, Männer", fordert die Magdeburger Stadtführerin im selbstgenähten Editha-Kostüm ihre männlichen Zuhörer auf: "Wer von euch hat seiner Frau nach der Hochzeitsnacht ein ähnlich wertvolles Geschenk gemacht?" Man hat der künftigen Königin Editha damals gerade diesen Grenzbereich damit sehr ans Herz gelegt und dessen Bedeutung dokumentiert, meint Caspar Ehlers. Man habe die aus England stammende Königin damit binden wollen.
Laut Überlieferung soll Editha gerade den wilden und gefährlichen Teil ihrer neuen Heimat geliebt und geschätzt haben. Ihr wird eine Vorliebe für Magdeburg und die Region an der Elbe nachgesagt.
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