Magdeburg l Trotz oder gerade wegen seines jungen Alters von 34 Jahren hat sich Sven Schulze in der Sachsen-Anhalt-CDU als Spitzenkandidat durchgesetzt. Schulze, verheiratet und Vater von zwei Kindern, Wirtschaftsingenieur und Vertriebsleiter eines mittelständischen Unternehmens, ist Vorsitzender des Europa-Fachausschusses der Landespartei.

Gerade durch das aktuelle Geschehen an den östlichen EU-Außengrenzen liegen für ihn die Vorteile auf der Hand: "Gerade die jüngere Generation hat in der EU alle Chancen, wir können hier sicher leben."

Zwei Dinge sind für den in Heteborn bei Quedlinburg lebenden Schulze vordringlich, sollte er am 25. Mai ins Europäische Parlament gewählt werden: Zunächst den Sachsen-Anhaltern Europa nahebringen, ihnen die europäischen Zusammenhänge noch besser erklären. Zudem möchte er Sachsen-Anhalt in Brüssel und Straßburg "noch besser verkaufen", da das Land viel von Europa profitiert habe.

Fachlich möchte er sich auf sein ureigenes Thema Wirtschaft und - als Harzer nicht ungewöhnlich - den Tourismus konzentrieren. Im neuen Parlament werden Europa-Skeptiker voraussichtlich eine große Rolle spielen. Sven Schulze: "Ich werde mich mit ihnen auseinandersetzen, wobei das bei vorgefertigten Meinungen schwierig ist. Dennoch bin ich immer offen für Diskussionen."