Magdeburg l Über das Magdeburger Recht hinaus und die Entdeckung des Luftdrucks hat Magdeburg an diesem Wochenende einen Beitrag für Europa geleistet: Auch in der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts waren die Menschen aufgerufen, über die Mitglieder des Europaparlaments abzustimmen. Deutschland entsendet in diesem Jahr 96 Abgeordnete nach Straßburg und nach Brüssel.

Das Statistische Landesamt hat die Ergebnisse der Wahl für Magdeburg veröffentlicht. Abgegeben wurden für diese Wahl in der Landeshauptstadt 74682 Stimmen - das entspricht einer Wahlbeteiligung von 38,6 Prozent und damit 3,3 Prozent mehr als bei der letzten Europawahl. Von den abgegebenen Stimmen waren 2,1 Prozent und damit 0,7 Prozent weniger als damals ungültig.

Die meisten Stimmen gaben die Magdeburger den Sozialdemokraten: Die SPD erhielt 25,4 und damit 2,7 Prozent mehr. An zweiter Stelle steht mit einem deutlich höheren Abstand als bei der zeitgleich stattfindenden Kommunalwahl die CDU mit 25,0 Prozent und damit 1,4 Prozent mehr als bei det letzten Europawahl. Die Linke erreicht 22,9 Prozent mehr und verliert damit 2,7 Prozent. Bündnis 90/Die Grünen sind konstant bei 8,5 Prozent geblieben. Die AfD kommt auf Anhieb auf 6,9 Prozent und erreicht damit einen weitaus höheren Wert als in Magdeburg zur Kommunalwahl. Die FDP stürzt um 5,3 auf 2,1 Prozent ab.

Mit 1,8 Prozent laufen die Piraten in Magdeburg ein und können sich damit um 0,6 Prozent steigern. Die Tierschutzpartei kommt auf 1,7 Prozent, die Familienpartei erreicht 1,2 Prozent und verliert damit 0,3 Prozentpunkte. Die NPD erreicht in Magdeburg 1,1 Prozent, und die Partei landet bei 1,0 Prozent.

Die weiteren Ergebnisse in Prozent: Freie Wähler 0,7; Volksabstimmung 0,4; ÖDP 0,3; DKP, MLPD und Republikaner je 0,2; je 0,1 für CM, AUF, PBC, PSG, BP 0,1 und BüSo sowie 0,0 für Pro NRW.

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