Cape Canaveral (dpa) l Die USA wollen ab 2017 wieder selbst Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS bringen. Damit beenden sie die Abhängigkeit von russischen Sojus-Kapseln, die in den vergangenen Jahren auch Amerikaner ins All brachten. Die US-Firmen Boeing und SpaceX seien mit der Entwicklung von eigenen Transportern beauftragt worden, gab die US-Raumfahrtbehörde Nasa jetzt bekannt. Für die Behörde, die ihre Transporter und Shuttles in der Vergangenheit stets selbst entwickelt und betrieben hat, sei das ein "Paradigmenwechsel", kommentierte die "New York Times".

Ihr eigenes Shuttle-Programm hatte die Nasa 2011 unter anderem aus Kostengründen beendet. Auch der deutsche Astronaut Alexander Gerst flog Ende Mai mit einer Sojus zur ISS.