• 1. Platz: Revolverheld aus Bremen, Song: "Lass uns gehen", (180 Punkte).

  • 2. Platz: Jupiter Jones aus Rheinland-Pfalz, "Plötzlich hält die Welt an", (124).

  • 3. Platz: Teesy aus Sachsen-Anhalt, "Keine Rosen", (102).

Platz 1- Revolverheld mit "Lass uns gehen"

Platz 2 – Jupiter Jones mit "Plötzlich halt die Welt an"

Platz 3 – Teesy mit "Keine Rosen"


Göttingen (dpa/es) l Mit einer Rekordpunktzahl hat die Band Revolverheld den Bundesvision Song Contest gewonnen und den Titel nach Bremen geholt. Am Ende von Stefan Raabs Gesangswettbewerb erhielten die vier Musiker aus allen Bundesländern zwischen Alpen und Nordsee höchste Wertungen. Wieder einmal hat sich damit in dem Länderwettstreit nach Vorbild des Eurovision Song Contest ein Favorit durchgesetzt. Womöglich sprach der Text des Siegersongs "Lass uns gehen", der im Radio rauf und runter gespielt wird, auch vielen Fernsehzuschauern aus der Seele. Sie konnten am Ende der Sendung, die live von ProSieben übertragen wurde, per Telefon oder SMS abstimmen.

"Lass und gehen" handelt von stressgeplagten Großstädtern ("Bin immer erreichbar, und erreiche doch gar nichts"), die vom "Sommer in Schweden träumen". Entertainer Stefan Raab hat den "Bundesvision Song Contest" vor zehn Jahren erfunden, als es noch so aussah, als könnte Deutschland beim Eurovision Song Contest nie gewinnen. ESC-Gewinnerin Lena hat diese Annahme widerlegt, dennoch blieb der "BuViSoCo", wie er auch liebevoll genannt wird, als Plattform für deutschsprachige Musik. Neben angesagten Künstlern wie Andreas Bourani (Bayern) und Marteria (Mecklenburg-Vorpommern) waren in diesem Jahr wieder junge Talente am Start.

Unter manchen eher belanglosen Pop- und Rapstücken überraschte Teesy für Sachsen-Anhalt. Der junge Sänger begeisterte die 3500 Zuschauer in der ausverkauften Göttinger Lokhalle mit seiner Wahnsinnsstimme und seinem smarten Auftritt in weißem Hemd, Fliege und Hosenträger. Der 23-Jährige stammt aus Berlin und hat bis vor kurzem in Kiel Sport studiert. Jetzt zieht er nach Magdeburg, um dort seinen Master zu machen. Beim Song Contest sang er die Ballade "Keine Rosen." Teesy beweist, dass Soul und R B auf Deutsch gut funktionieren können.

Überhaupt war die ganze Show in gewisser Weise eine Dauerwerbesendung fürs Musikmachen. Alle Künstler hatten sich vorab mit Raab zu kleinen Jam-Sessions getroffen, wobei teilweise Originelles zustande kam - etwa wenn Andreas Bourani R. Kellys "I believe I can fly" auf Bayerisch singt oder Miss Platnum Marlene Dietrichs "Ich hab noch einen Koffer in Berlin" interpretiert.

Zu kritisieren gab es auch etwas: Die Bandbreite an Musikstilen war nicht so groß wie in vergangenen Jahren. Darüber hinaus traten in der zehnten Ausgabe unter den 16 Kandidaten nur zwei Solokünstlerinnen auf. Der Erfinder der Show zeigte sich am Ende dennoch sehr zufrieden. "Hier gibt es nur Gewinner", betonte Stefan Raab, der die Jubiläumssendung ungewohnt elegant in schwarzem Anzug und Krawatte moderierte.

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