Stuttgart (dpa) I Reich mir das Pfötchen und tanz mit mir: 92 Hunde aus 16 Nationen schwingen bei den Europäischen Meisterschaften im "Dogdance" mit ihren Herrchen und Frauchen ihr Tanzbein. Der Hundetanz-Wettbewerb wird bereits zum vierten Mal ausgetragen - in diesem Jahr auf der Heimtiermesse "Animal" am Wochenende in Stuttgart.

Jeder Hund sei geeignet, sagte Carmen Schmid, Organisatorin der Dogdance-Europameisterschaft. "Letztes Jahr gewann eine sehr gemütliche, 60 Kilo schwere Neufundländerin einer Russin", sagte Schmid weiter. Die aus den USA stammende Sportart regt die Kreativität der Vierbeiner an. Die neue Art der Hundeausbildung schauten sich Hundesportler in Kanada beim Pferdetraining Ende der 1980er ab. Innerhalb weniger Jahre kam der Wettbewerb nach Europa.

Zu den Trainern gehört die 20-jährige Cora Czermak. "Es dauert ungefähr ein halbes Jahr, bis eine Choreographie sitzt - es kommt aber immer auf den Hund an", sagte die junge Frau begeistert.

Der Wettbewerb gliedert sich in zwei Disziplinen: "Im Freestyle ist schlichtweg alles erlaubt - tolle Sprünge oder besondere Pfotentricks", so Schmid. Im "Heelwork to Music" sind die Fußpositionen vorgeschrieben. "Man kann aber diejenigen zeigen, die der Hund am besten kann", fügte Schmid hinzu.

Der Tierschutzbund ist sich beim Hundetanz nicht ganz sicher: Eigentlich eine gute Sache, wenn sich Mensch und Tier gemeinsam bewegen. Aber: Ententanz wäre vielleicht doch nicht so gut.