Berlin (dpa). Ob ein Gebäude bei einem Erdbeben einstürzt, hängt stark von der Bauweise ab. Japan gilt als einer der Vorreiter im erdbebensicheren Bauen. Um Schäden in Grenzen zu halten, sind viele Häuser in Gefahrenzonen mit elastischen Bauteilen und beweglichen Fundamenten ausgestattet. Sogenannte Stahlskelettbauten können selbst schwerste Erdbeben überstehen.

Diese haben ein spezielles inneres Eisengerüst. Je höher die Gebäude sind, desto mehr entziehen sie sich den Einwirkungen. Während Häuser mit wenigen Geschossen schnell Risse bekommen können, nehmen gut gebaute Hochhäuser die Schwingung auf und gleichen sie aus.

In Japan sind manche Hochhäuser mit seismischen Systemen ausgerüstet. So wurden schwere Gewichte in einem der oberen Stockwerke oder auf dem Dach angebracht. Bei Erdstößen werden sie elektrohydraulisch entgegen der Eigenschwingung des Hauses bewegt.