Tokio (dpa). Der Atomkonzern Tepco macht den Opfern der Katastrophe von Fukushima ein Angebot: 8000 Euro soll jeder bekommen, der unter den Folgen des Unfalls leide. Der Tepco-Konzern stellte erste vorläufige Entschädigungen für Haushalte innerhalb eines Umkreises von 30 Kilometern um das zerstörte Atomkraftwerk Fukushima Eins in Aussicht. Konzernchef Masataka Shimizu versprach, das Geld werde schnell überwiesen.

Innerhalb der 30-Kilometer-Sicherheitszone gab es etwa 48 000 Haushalte. Die Menschen waren wegen des AKW-Unfalls aufgefordert worden, sich in Sicherheit zu bringen oder in den Häusern zu bleiben. Über die 20-Kilometer-Evakuierungszone hinaus waren einige Dörfer geräumt worden.

Tepco gehört das zerstörte Atomkraftwerk Fukushima Eins, aus dem seit dem Erdbeben und Tsunami Radioaktivität austritt und die Umgebung verseucht.

Unterdessen setzten die Arbeiter ihre Bemühungen fort, die Unglücksreaktoren unter Kon-trolle zu bringen. Dennoch nimmt die Verseuchung des Grundwassers im direkten Umfeld des havarierten Kraftwerks weiter zu. Die Konzentrationen von radioaktivem Jod und Cäsium im Grundwasser haben in einer Woche mehrere Dutzend mal zugenommen, teilte Tepco mit. Nach neuesten Erkenntnissen seien die Konzentrationen von Jod-131 von 72 auf 400 Becquerel und von Cäsium-134 von 1,4 auf bis zu 53 Becquerel angestiegen. Aussagen über Gefahren für die Gesundheit sind mit diesen Angaben jedoch nicht möglich.