Hamburg (epd). Später als in diesem Jahr war Ostern im laufenden Jahrhundert noch nie. Der Ostersonntag am 24. April kam zuletzt 1859 vor, das nächste Mal wird es erst im Jahr 2095 soweit sein. Noch einen Tag später wird Ostern allerdings im Jahr 2038 gefeiert: Dann fällt das Fest auf den 25. April.

Ostern gehört zu den beweglichen Feiertagen. Das kirchliche Konzil von Nicäa im Jahr 325 machte das Fest abhängig vom Mond: Ostern sollte am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsbeginn gefeiert werden. Der Frühlingsanfang wurde auf den 21. März festgelegt, obwohl er astronomisch variieren kann. Und zur Bestimmung des Vollmondes wurden 19-jährige Zyklen verwendet, die auf den griechischen Gelehrten Meton aus dem 5. Jahrhundert vor Christus zurückgehen.

Wenn der erste Frühlingsvollmond mit dem 21. März zusammenfällt und der nächste Tag ein Sonntag ist, kann der früheste Ostertermin demzufolge der 22. März sein. Das ist jedoch selten und in den vergangenen Jahrhunderten nur viermal vorgekommen - 1818, 1761, 1693, 1598.

Der späteste Ostertermin ergibt sich, wenn am 20. März, also kurz vor Frühlingsbeginn, Vollmond war. Dann ist der nächste Vollmond im Frühling erst 29 Tage später. Im Jahr 2038 wird dies am 19. April der Fall sein, einem Montag. Erst am nächsten Sonntag ist dann Ostern: am 25. April. Dieser späteste aller Termine ist genauso selten wie der früheste: Erst in den Jahren 2190, 2258 und 2326 ist es wieder soweit.