Los Angeles (dpa). Im Prozess gegen Michael Jacksons Leibarzt Conrad Murray dürfen zwei Autopsiefotos des Sängers gezeigt werden. Richter Michael Pastor kam mit dieser Entscheidung am Donnerstag (Ortszeit) dem Antrag der Staatsanwaltschaft nach, berichtete der Internetdienst "Tmz.com".

Die Anklage darf der Jury auch Videoaufnahmen von Jacksons letzten Konzertproben kurz vor seinem Tod zeigen. Dies könnte die Aussage des Choreografen Kenny Ortega untermauern, dass Jackson bis zuletzt engagiert auf der Bühne stand. Murrays Verteidiger hatten Jackson als erschöpft, kraftlos und verzweifelt dargestellt. Sie legten nahe, dass der Sänger möglicherweise selbst sein Leben beenden wollte. Der Kardiologe Murray (58) soll den Tod des 50 Jahre alten Sängers am 25. Juni 2009 fahrlässig herbeigeführt haben, indem er Jackson Schlaf- und Narkosemittel verabreichte.