Fernanda Brandao (28), Jurorin von "Deutschland sucht den Superstar", zählt schon vor dem Finale am Sonnabend zur Gewinnerin der großangelegten RTL-Talentsuche. Nach der Show möchte sie ein Album aufnehmen, verrät sie jetzt. Andreas Sträter hat mit der gebürtigen Brasilianerin gesprochen.

Frage: Frau Brandao, "Deutschland sucht den Superstar" in der achten Staffel erzielt hervorragende Quoten in der Zielgruppe der jüngeren Zuschauer. Was ist das Geheimrezept?

Brandao: Das Magische an dieser Sendung ist, dass wir die Kandidaten die gesamte Zeit über begleiten und die Zuschauer ihre Entwicklung vom Normalo zum Superstar mitbekommen. Hinzu kommen eine gigantische Bühne und Juroren, die gerne mitmachen und mitspielen."

Frage: Aber die Sendung lebt doch vor allem von den Kandidaten und ihren Geschichten?

Brandao: Sicherlich auch, wir suchen hier ja nicht die Superstimme, sondern einen Superstar. Dazu gehören auch Charisma, Präsenz, Ausstrahlung und Persönlichkeit.

Frage: Ein Superstar hat auch langfristigen Erfolg. Welche Tipps haben Sie für den künftigen "Superstar"?

Brandao: Man darf nicht außer Acht lassen, dass diese Sendung eine mediale Power hat. So eine starke mediale Präsenz wird der Superstar auch in seiner späteren Karriere nie wieder haben. Nach der Show kann der Superstar seine Songs eben nicht jeden Sonnabend zur Primetime vortragen. Hinzu kommt, dass es Castingstars in Deutschland sehr schwer haben. Das ist viel Arbeit. Der Gewinner hat nichtsdestotrotz die Chance auf eine große Karriere.

Frage: Die Sendung war auch für Sie ein Sprungbrett. Was machen Sie, wenn DSDS vorbei ist?

Brandao: Ich werde wieder Musik machen, plane ein Album aufzunehmen. DSDS war für mich eine großartige Möglichkeit, mich in Deutschland zu präsentieren - ohne in ein spezielles Segment gedrängt zu werden.

Frage: Sind Sie auch nächstes Jahr wieder Teil der Jury?

Brandao: Das kann ich noch nicht sagen. Jetzt konzentrieren wir uns zunächst auf das Finale.

Frage: Dieter Bohlen ist der Chef der Jury. Er wird ja auch als überhöhte Jury-Figur dargestellt. Zählt da Ihre Meinung noch?

Brandao: Klar, Dieter der Chefjuror. Er ist Erfolgsproduzent und seit der ersten Staffel dabei. Doch jeder von uns drei Juroren hat eine Stimme und seine eigene Meinung, die teilweise im Vergleich zu den anderen Staffeln auseinanderging.

Frage: Warum haben es Frauen so schwer bei der "Superstar"-Suche?

Brandao: Ich frage mich das auch, aber letztlich wählt Deutschland. Es mag vielleicht daran liegen, dass mehr Mädels für Jungs anrufen. Es mag auch daran liegen, dass die Mädels nicht so stark waren wie die Jungs.

Frage: Es gab in der Show unzählige Auftritte: Gibt es einen Moment, an den Sie sich im Nachhinein besonders gerne erinnern?

Brandao: Es gab so viele schöne Momente in der Sendung. Vor allem hinter der Bühne habe ich mich intensiv mit den Kandidaten beschäftigt. Da gab es private Momente, in denen die Kandidaten mir ihr Herz ausgeschüttet haben. Auf der Bühne waren aber auch viele Knaller dabei.(dpa).

   

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