Pietro Lombardi hat das Finale von "Deutschland sucht den Superstar" gewonnen. Die Zuschauer wählten den 18-Jährigen aus Karlsruhe im Finale am frühen Sonntagmorgen mit hauchdünnem Vorsprung zum Sieger der achten Staffel. Pietro setzte sich mit 51,9 Prozent der Stimmen gegen seine Freundin Sarah Engels aus Hürth durch.

Berlin/ Köln (dapd). Die Finalisten lagen sich nach der Verkündung der Entscheidung innig in den Armen. Die beiden 18-Jährigen hatten sich während der RTL-Show kennengelernt und sind seit einiger Zeit liiert. "Ist egal wer. Du oder ich. Ist egal", hatte Pietro seiner Freundin Sekunden vor Bekanntgabe des Ergebnisses noch zugeflüstert. Später sagte er, er könne sich nicht so freuen, als wenn er gegen jemanden anderen gewonnen hätte.

Pietro hat nun einen Vertrag mit der Plattenfirma Universal Music in der Tasche. Die erste Single, der von Dieter Bohlen komponierten Siegertitel "Call My Name", wurde direkt nach der Verkündung des Gewinners digital zum Herunterladen angeboten. Pietros und Sarahs Aufnahmen von "Call My Name" belegten gestern beim Anbieter Amazon.de in der Originalversion und als Club-Mix die Plätze eins bis vier der MP3-Rangliste. Heute soll Pietro das Video zu dem Lied drehen, das am Dienstag als Single erscheint.

Abschied von Brandao und Nuo

Für die Juroren Fernanda Brandao und Patrick Nuo war es das erste und letzte "DSDS"-Finale. Bohlen hatte Stunden vor der Live-Show in der "Bild"-Zeitung überraschend angekündigt, dass sie die Sendung nach nur einer Staffel verlassen. Er habe gerne und professionell mit den Sängern zusammengearbeitet, sagte Bohlen. "DSDS" sei aber auch deshalb so erfolgreich, weil es immer wieder Veränderungen gebe. "Deshalb freue ich mich jetzt auf neue Kollegen", sagte Bohlen.

Die Betroffenen wurden von der schlechten Nachricht überrascht. "Ich habe aus der Zeitung erfahren, dass Dieter nicht mehr mit uns zusammenarbeiten möchte", sagte Brandao der "Bild am Sonntag". Keiner halte es lange mit Bohlen aus. "Er ist ein sehr einsamer Mensch", sagte die 28-Jährige.

Nuo hatte noch vor wenigen Tagen mit einer Zukunft bei der Castingshow gerechnet. "Ich kann mir sehr gut vorstellen, bei der nächsten Staffel mit dabei zu sein", hatte er dem Medienmagazin "DWDL.de" gesagt. Sein Manager Oliver Wirtz zeigte sich empört über die Art des Rauswurfs. "So etwas macht man einfach nicht", sagte er der "BamS". "Nach vorn hui und nach hinten pfui. Sich auf eine Umfrage zu berufen, die es gar nicht gib, gibt tiefe Einblicke in das System Bohlen."

Verwirrung um Begründung

In der "Bild" war die Entscheidung gegen die zwei Juroren mit angeblich mangelnder Beliebtheit begründet worden. Die Sänger seien bei einer internen Zuschauerbefragung "gnadenlos" durchgefallen. "Ich weiß nicht, auf welche Befragung sie anspielen", sagte hingegen RTL-Sprecherin Anke Eickmeyer. Eine abschließende Medienforschung zur achten Staffel werde erst jetzt in Auftrag gegeben.

Die Initiative für die Neubesetzung dürfte nicht von dem Kölner Sender ausgegangen sein. "Wir sind sehr zufrieden mit der Leistung von Fer-nanda und Patrick", sagte Eickmeyer. "Es war eine sehr erfolgreiche Staffel, zu der sie beigetragen haben."

Bohlens Lob für die neuen Kollegen hatte zum Staffelauftakt etwas halbherzig geklungen. "Ich fühle mich sehr wohl mit der neuen Jury, da es Kollegen sind, die eine gewisse Kompetenz haben", hatte er damals gesagt. Bislang durfte oder wollte kein Juror länger als zwei Staffeln an Bohlens Seite ausharren.

Das Finale verfolgten nach Senderangaben im Schnitt 6,3 Millionen Zuschauer ab drei Jahre (Marktanteil 23,6 Prozent).

Sänger zwischen 16 und 30 Jahre können sich bereits unter RTL.de für die neunte Staffel bewerben. Der künftige Sieger soll neben dem Plattenvertrag auch eine garantierte Gewinnsumme von 500000 Euro erhalten.

   

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