Washington (dpa). Ein gewaltiger Tornado hat in der Kleinstadt Joplin im US-Staat Missouri mindestens 89 Menschen in den Tod gerissen. 2000 Häuser wurden ganz oder teilweise zerstört. Das Ausmaß der Verwüstungen ist so groß, dass die Zahl der Opfer vermutlich noch steigen wird. Gouverneur Jay Nixon rief den Notstand aus und die Nationalgarde zur Hilfe.

Wie er dem Sender CNN sagte, durchkämmten gestern Rettungsmannschaften mit Hunderten von Suchhunden die Trümmerlandschaft an der Südseite der Stadt mit 50000 Einwohnern. Dort reihen sich Ruinen an Ruinen, auch Kirchen, Schulen und ein Krankenhaus wurden teilweise zerstört. Verschlimmert wurde die Lage noch durch mehrere Feuer, ausgelöst von beschädigten Gasleitungen.

Der Sturm hatte die Stadt in zwei Teile zerrissen: Er zog eine zehn Kilometer lange und eineinhalb Kilometer breite Schneise der Verwüstung. Etwa ein Drittel der Stadt wurde in eine Trümmerwüste verwandelt. Der Tornado war Teil eines riesigen Unwettersystems, das sich am Sonntag über zahlreiche Staaten erstreckt hatte.