Wellington (dpa). Bei dem Erdbeben in Neuseeland sind wahrscheinlich mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen. Diese Zahl präzisierte gestern die Polizei in Christchurch. 200 Menschen standen auf der Vermisstenliste. 147 Leichen sind geborgen worden. Polizeichef Dave Cliff sagte, die Identifizierung sei schwierig, weil viele Opfer von herabfallenden Trümmern bis zur Unkenntlichkeit entstellt worden sind.

Die Polizei hat noch nicht alle eingestürzten Häuser systematisch abgesucht. Es könnten noch Menschen unter Trümmern liegen, zum Beispiel unter dem eingestürzten Turm der Kathedrale. Ein Viertel der Häuser im Geschäftsviertel muss abgerissen werden.

Unter den Toten sind Menschen aus mehr als 20 Ländern. Die erste Beerdigung soll heute stattfinden – ein fünf Monate altes Baby, das von einem Fernseher erschlagen wurde.