Berlin (dpa). Für Warnungen vor Flutwellen im Pazifischen Ozean ist seit 1968 das "Pacific Tsunami Warning Center (PTWC)" nahe Honolulu auf der Hawaii-Insel Oahu zuständig. Dem Frühwarnsystem sind inzwischen 26 Insel- und Küstenstaaten angeschlossen. Es verfügt über ein Netz von Druck-Sensoren, die Erdstöße registrieren. Pegelmess-Bojen und Satelliten liefern zusätzlich Daten über Meeresbewegungen in wissenschaftliche Überwachungszentren. In der Zentrale im US-Bundesstaat Hawaii werden die Daten ausgewertet.

Computer berechnen Stärke und Ort des Bebens sowie die Richtung, in der sich die Erdschollen bewegen. Per Internet und SMS werden gegebenenfalls Warnungen an Behörden oder Privatpersonen verschickt. Viel Zeit zur Information bleibt aber selten: Tsunamis breiten sich mit bis zu 900 Kilometern pro Stunde aus.