Salzwedel (me). Landes-Innenminister Holger Hövelmann (SPD) hat die Äußerungen von Bundes- kanzlerin Angela Merkel (CDU) im baden-württembergischen Landtagswahlkampf über Salzwedel kritisiert und als "schlechten Stil" bezeichnet. "Als Frau Merkel für ihre Wahlkampfrede ein abschreckendes Beispiel suchte, hat sie gründlich daneben gegriffen", schreibt Holger Hövelmann in einer Pressemitteilung.

Mit Salzwedel könne man keine Negativpropaganda betreiben. Die Hansestadt sei ein vorzeigbares Beispiel für Lebensqualität und für die selbstbewusste und erfolgreiche Gestaltung von Strukturwandel und demografischer Entwicklung. "Von einer Kanzlerin mit ostdeutscher Herkunft hätte ich mehr Gespür erwartet", so Hövelmann. Er fordert die Kanzlerin auf, "sich selbst ein Bild vor Ort zu machen, bevor sie falsche Klischees über Sachsen-Anhalts Städte verbreitet", erklärt Hövelmann.