Leinfelden-Echterdingen (dpa). So schick macht Mann sich selten: 133 Männer mit den wildesten Bärten haben am Wochenende in Leinfelden-Echterdingen (Baden-Württemberg) an der Internationalen Deutschen Bartmeisterschaft teilgenommen. In 18 Kategorien wurden die Schnauzbärte, Vollbärte und Kinnbärte bewertet.

Souveräner Titelverteidiger in der Kategorie "Schnauzbart Naturale" war Wolfgang Schneider (54). Der amtierende Welt- und Europameister könnte glatt als Doppelgänger von Kaiser Wilhelm II. durchgehen. Seit neun Jahren ist sein rötlicher Schnäuzer ungeschlagen. Während der Arbeit trägt er ihn allerdings eingerollt.

In der Kategorie "Kinnbart Musketier" galt Reinhard Bürker als einer der Titel-Anwärter. "Mein Vorbild ist D‘Artagnan", sagt er. Mit einem blauen Samtumhang, Federhut und Degen ging der Tübinger ins Rennen – aber am Ende reichte es nur für Platz drei.

Den Bart abzuschneiden kommt für die meisten Männer nicht infrage. Im Gegenteil: Der Gesichtsschmuck muss in den nächsten Jahren noch kunstvoller werden. 2013 findet sogar die Bart-Weltmeisterschaft in Leinfelden-Echterdingen statt.