Tokio/Wien (dpa). Weitere Atom-Probleme in Japan: Während die Retter mit Hochdruck am havarierten Kraftwerk Fukushima Eins arbeiten, gab es einen Zwischenfall in einem weiteren Reaktor, in dem weit entfernten AKW Tsuruga Zwei im Westen des Landes. Gefahr für die unmittelbare Umgebung bestehe aber nicht, erklärten die Behörden gestern. Das Ausmaß des Vorfalls ist noch unklar. Betroffen sind die Brennstäbe des AKW.

Bereits vor dem schweren Erdbeben der Stärke 9,0 und dem anschließenden Tsunami am 11. März gab es aus der Region Berichte über Probleme mit Atommeilern. In der Präfektur Fukui sind vier Atomkraftwerke mit insgesamt 13 Meilern in Betrieb. Sie stehen entlang der Westküste.

Es wurden erhöhte radioaktive Werte von Jod-133 sowie von Xenon gemessen. Der Betreiber sprach von technischen Problemen und kündigte an, den Reaktor für eine Prüfung herunterzufahren.