Die Hollywood-Diät gibt es seit den 1920er Jahren. Schon damals sollten Filmdiven mit Salat, Krabben und Früchten abspecken. Doch Hollywoods Schlankheitswahn geht durch dick und dünn. Längst stehen Stars zu ihren Pfunden, der heutige Anti-Diät-Tag stärkt ihnen den Rücken.

LosAngeles (dpa). Für den amerikanischen Star Jessica Simpson geht es seit Jahren rauf und runter, mit der Karriere und dem Gewicht. Gewöhnlich steht die kurvige Sängerin und Schauspielerin zu ihren üppigen Formen. Doch nun rückt die Hochzeit der 30-Jährigen mit dem Football-Star Eric Johnson näher, und schon fallen die Klatschblätter über Simpsons Extra-Pfunde her. "Es gibt keine Diät, an die ich mich halten werde", sagte sie Ende April trotzig dem Promi-Portal "Usmagazine.com".

Das ist ein Selbstbewusstsein, wie es den Initiatoren des Anti-Diät-Tags bestimmt gefällt. Am 6. Mai 1992 rief die Londoner Organisation "Diät-Brecher" den Aktionstag ins Leben. Weltweit protestieren Menschen damit gegen den Schlankheitswahn, gegen radikale Diäten und Essstörungen.

Magere Stars sind für die Paparazzi aber auch ein gefundenes Fressen. Fotos von Victoria Beckham, Keira Knightley, Tori Spelling und Amanda Seyfried mit dünnen Armen und knochigen Rippen sind immer wieder auf den Titelblättern zu sehen.

Schwergewichtige Promis müssen sich erst Recht eine dicke Haut zulegen. "Sie ist die kolossalste, fetteste schwarze Tussie, die ich je gesehen habe", fiel der amerikanische Radio-Moderator Howard Stern über "Precious"-Darstellerin Gabourey Sidibe her, als die über 160 Kilo schwere Schauspielerin im vorigen Jahr für einen Oscar nominiert war. Die 28-Jährige bekommt trotz – oder gerade wegen – ihrer Pfunde Rollen.

Als Jennifer Hudson 2007 ihren Oscar für das Leinwandmusical "Dreamgirls" in Empfang nahm, brachte sie noch reichlich Pfunde auf die Bühne. Seit der Geburt ihres Sohnes David im Jahr 2009 hat die 29-Jährige mehr als 36 Kilo abgespeckt, aber langsam und auf gesunde Weise, betont die Afroamerikanerin, mit viel Sport und Kalorienzählen. Dem britischen Magazin "Grazia" verriet sie Ende April, dass sie sich selbst nie zu dick fand. In ihrer Heimatstadt Chicago seien die Kurven ganz normal gewesen, nur in Hollywood sei sie schräg angeschaut worden.

Doch der Druck im Showbusiness ist enorm, denn auf der Leinwand sieht jeder einige Kilo dicker aus als in Wirklichkeit. Beyoncé (29) vertraute dem Männermagazin "FHM" einmal an, sie habe vor ihrem "Dreamgirls"-Auftritt knapp zehn Kilo abnehmen müssen und während einer Flüssig-Diät nur von Wasser, Pfeffer und Ahornsirup gelebt. Ratgeber IV

 

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