Washington/Manila/Hubei (dpa). Während in einem Teil der Welt gegen die Flut gekämpft wird, regiert in einem anderen die Dürre.

Im amerikanischen Memphis konnten die Bewohner erst mal aufatmen. Die Dämme der historischen Stadt haben in der Nacht zum Dienstag der massiven Mississippi-Flutwelle standgehalten. Gegen zwei Uhr morgens (Ortszeit) sei die knapp 14,6 Meter hohe Welle angekommen, berichtete Bill Borghoff, ein Sprecher des Nationalen Wetterdienstes. Zwar standen am Dienstag Teile des Ortes unter Wasser, die erwartete Katastrophe blieb jedoch vorerst aus.

Die Furcht verlagerte sich flussabwärts: Farmer bangten dort um ihre Felder. Die Menschen im Mississippi-Delta sind auf das Schlimmste gefasst. Doch auch die rund 920 000 Menschen im Großraum Memphis mussten weiter bangen: Der hohe Pegel des breiten Stroms sollte sich dort bis zu 36 Stunden halten. Das Wasser sinke unter Umständen binnen fünf Tagen nur um 30 Zentimeter, kündigte ein Experte des Armeekorps der Ingenieure an. Die Dämme müssen dem Druck weiter standhalten.

Viele tausend Kilometer weiter, auf den Philippinen, erhöhte sich die Zahl der Opfer eines heftigen Unwetters auf mindestens 20. Drei Tage lang war der Sturm über den Osten und das Zentrum der Inseln gezogen. Mehr als 100 000 Menschen hatten ihre Häuser verlassen müssen. Starker Regen verursachte Erdrutsche und Überschwemmungen. Im Osten der Inseln und in der Hauptstadt Manila kam es zu Stromausfällen.

Anders die Lage in Zentralchina: Hier kämpfen Farmer mit einer anhaltenden Dürre. In den Provinzen Hubei und Jiangxi ist das Wasser bereits aus den Seen und Flüssen vertrocknet.

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