Stockholm (dpa). Da hilft auch fröhliches Posieren mit Eisenbahnermütze auf Bahnsteig 7 nicht mehr: Schwedens König Carl XVI. Gustaf absolviert derzeit zwar tapfer lächelnd royale Pflichttermine. Ansonsten aber hat er angesichts der trostlosen Neuigkeiten zu seinen angeblichen Rotlicht-Aktivitäten wenig zu lachen.

Bei einer Umfrage sprachen sich jetzt 41 Prozent für die Abdankung des 65-Jährigen zugunsten von Kronprinzessin Victoria (33) aus.

Dass ein Freund des Königs bestätigt, er habe versucht, einem kriminellen Nachtclubbetreiber möglicherweise "kompromittierende" Fotos mit Carl Gustaf abzukaufen, passt für die Schweden ganz und gar nicht zum Wunschbild ihrer Königsfamilie.

Nun fordert auch der Vorsitzende des Verfassungsausschusses im Reichstag rechtliche Konsequenzen.

Unterdessen hat Carl Gustaf gestern erstmals alle Behauptungen über seine angeblichen Rotlicht-Kontakte und möglicherweise "kompromittierende" Fotos zurückgewiesen. In einem von Stockholmer Medien verbreiteten Interview sagte der Regent, er sei weder in Stripbars gewesen, noch gebe es verfängliche Sex-Fotos mit ihm.