Washington (dpa). Doppeltes Rätselraten im US-Staat Arkansas: Experten suchen nach der Ursache eines mysteriösen Vogel- und Fischsterbens. In der Silvesternacht waren über dem Städtchen Beebe in einem kleinen Umkreis von nur rund 1,6 Kilometern mehrere tausend Rotschulterstärlinge vom Himmel gefallen.

Noch am Montag waren Spezialisten in Schutzanzügen dabei, die Tiere aus der Familie der Stärlinge von Dächern und Straßen aufzulesen. Bis zu 5000 der großen Singvögel wurden gefunden und mehrere Dutzend zur Untersuchung nach Little Rock, die Hauptstadt von Arkansas, geschickt.

Zunächst war vermutet worden, dass extrem stürmisches Wetter für das Massensterben verantwortlich sein könnte. Biologen halten aber nun zunehmend ein Trauma durch Silvesterböller für möglich.

Bereits am Donnerstag waren rund 200 Kilometer von Beebe entfernt in einem Fluss schätzungsweise 100 000 tote Fische entdeckt worden. Massives Fischsterben komme jedes Jahr vor, zitierten Medien Keith Stephens von der Wild- und Fischbehörde in Arkansas. Aber ein derartiger Umfang sei ungewöhnlich. Die toten Fische waren auf einem rund 30 Kilometer langen Abschnitt des Arkansas River gefunden worden.

Experten gehen in diesem Fall von einer Krankheit aus. Ein Zusammenhang mit dem Vogelsterben wurde ausgeschlossen.