Berlin (dpa). Das nächste Hochwasser kommt: Nach heftigem Regen sind seit gestern die Pegelstände an Rhein und Mosel wieder angestiegen. Für Koblenz könnte es erneut kritisch werden.

Die braunen Fluten des Mains erreichten mittlerweile die Finanzmetropole Frankfurt am Main. Das Wasser umspülte Hochwasserbarrieren vor dem Rathaus, dem "Römer", in der Innenstadt. Die alte Universitätsstadt Heidelberg bereitete sich auf das schlimmste Hochwasser seit 2002 vor.

Ein Feuerwehrsprecher in Frankfurt sagte: "Das Wasser steht unmittelbar an den Mauern (des "Römers") und staut sich dort bereits wenige Zentimeter." Der Pegelstand des Flusses lag bei 4,68 Metern. "Wie es weitergeht, können wir noch nicht abschätzen", sagte der Sprecher. Die Behörden erwarteten das schwerste Hochwasser der vergangenen Jahre. 2003 hatte der Pegel die Marke 5,19 Meter erreicht.

In Wertheim in Baden-Württemberg wich die Flut des Mains langsam aus der Altstadt. Auch die Flüsse in Sachsen führten Hochwasser. Für die Pegel der Pleiße, Parthe und Weißen Elster im Raum Leipzig galt Alarmstufe 2 von insgesamt vier. Die Pegelstände der Elbe in Dresden stagnieren und lagen bei der Alarmstufe 1.