Berlin (dpa). "Heulsuse", "Außenseiter", "beleidigter Narr": Mit Peer Kusmagk haben die RTL-Zuschauer gewiss keinen Favoriten zum "Dschungelkönig" gekrönt. Waren die Camper oft von seiner überdrehten Art genervt, hat er offensichtlich mit Mut zu Gefühlen, Tränen und Ehrlichkeit viele Fans gewonnen.

Das Model Sarah Knappik wurde dem 35-Jährigen zunächst zum Verhängnis, der seinen Promistatus vor allem einer Rolle bei "Gute Zeiten, Schlechte Zeiten" und der Moderation des Sat.1 "Frühstücksfernsehens" verdankt. Weil er sich nicht mit den anderen Urwaldbewohnern gegen Sarah verschwor, schloss die Gruppe ihn zwischenzeitlich aus.

Der australische Dschungel war angeblich kein Problem für den Weltenbummler, der in Los Angeles Schauspiel gelernt und unter anderem einige Zeit in Afrika gelebt hatte. Die gefährlichsten Tiere seien Menschen, sagte Kusmagk nach seiner Krönung. Er wolle aber allen verzeihen – oder wie es im Dschungel-Jargon heißt: "Schlamm drüber!" Peer verhalte sich wie eine "verstoßene Braut", lästerte beispielsweise Schauspieler Mathieu Carrière, der am Anfang als Peers bester Kumpel im Urwald galt.

Der "Dschungelkönig", der in Berlin-Kreuzberg das Restaurant "La Raclette" betreibt, resümierte am Ende: "Ich kann sagen, dass diese Zeit mein Leben verändert hat." Er habe im Lager mit dem Rauchen aufgehört und mit Meditation und Yoga begonnen.

Zum Abschluss der fünften Staffel hat das Dschungelcamp mit 8,93 Millionen Zuschauern am Sonnabendabend einen Rekord erzielt. Der Marktanteil lag bei 34,3 Prozent, bei den 14- bis 49-Jährigen waren es 49,1 Prozent. In der Spitze sahen sogar 9,9 Millionen Menschen zu.