Zyklon "Yasi" hat in Australien schwere Schäden angerichtet. Die befürchteten Überflutungen blieben aber weitgehend aus. Menschen kamen nicht ums Leben. Der Wirbelsturm zog stark abgeschwächt ins Landesinnere.

Sydney (dpa). Der gigantische Zyklon "Yasi" hat an der australischen Nordostküste auf mehreren hundert Kilometern Verwüstungen angerichtet. Die zunächst befürchteten verheerenden Schäden durch große Flutwellen blieben aber aus, weil der Wirbelsturm nicht zeitgleich mit der normalen Flut auf Land traf. Ums Leben kam nach ersten Berichten niemand.

Zum Aufatmen sei es aber noch zu früh, warnte Premierministerin Julia Gillard. "Die Gefahr ist noch nicht vorüber", sagte sie und verwies auf mögliche Überschwemmungen und Gefahren durch abgerissene Stromleitungen.

Der Zyklon mit einem Durchmesser von mehr als 400 Kilometern war in der Nacht zu Donnerstag (Ortszeit) über die Küste hereingebrochen. Zehntausende Menschen saßen in Notunterkünften oder hatten sich in ihren Häusern verbarrikadiert. Der Zyklon war mit Spitzenböen von bis zu 300 Kilometern in der Stunde über das Land gefegt. Überall hingen abgerissene Stromleitungen auf den Straßen.

Ein deutsch-japanisches Ehepaar hatte mitten im Zyklon-Chaos etwas zu feiern: Akiko Pruss brachte in einem Notlager in Cairns ein Mädchen zur Welt.

Die wirtschaftlichen Schäden durch "Yasi" sind immens. In einer Region südlich von Cairns werden fast alle Bananen Australiens sowie ein Drittel des Rohrzuckers angebaut. Es wird ein Schaden in Höhe von rund 500 Millionen australischen Dollar (umgerechnet etwa 365 Millionen Euro) erwartet.

 

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