In jüngerer Zeit gab es einige spektakuläre Entführungsfälle. Alle wurden aufgeklärt, die Täter hinter Gitter gebracht.

September 2002: Ein Jura-Student lockt einen 11-jährigen Frankfurter Bankierssohn in seine Frankfurter Wohnung. Als er das Kind längst erstickt hatte, kassiert er von der Familie eine Million Euro Lösegeld.

Juni 1998: Sechs Männer halten einen 24 Jahre alten Studenten sieben Tage in einer Hamburger Hochhaus-Wohnung gefangen. Ein Bauunternehmer aus Emden zahlt umgerechnet 1,5 Millionen Euro für die Freilassung seines Sohnes.

Oktober 1996: Vater und Sohn lauern einem Frankfurter Multimillionär vor dessen Bürogebäude auf und verstecken ihn in ihrer Garage. Bevor die Schwerkriminellen das Lösegeld von umgerechnet zwei Millionen Euro kassieren, erschlagen sie ihr Opfer. Bereits 1991 hatten beide in Köln einen 7-jährigen Neffen des Kaufmanns gekidnappt.

März 1996: Eine vierköpfige Bande verschleppt den Hamburger Millionenerben Jan Philipp Reemtsma nach Garlstedt bei Bremen und legt ihn in Ketten. Nach 33 Tagen und der Zahlung von rund 15,3 Millionen Euro kommt Reemtsma frei. Der Drahtzieher der Bande wird zwei Jahre später in Argentinien gefasst. (dpa)