Washington (dpa). Das sprudelnde Öl im Golf von Mexiko ist nach Angaben der US-Küstenwache durch massiven Beschuss mit riesigen Schlamm-Mengen vorübergehend gestoppt worden. Der Einsatzleiter der Regierung, Admiral Thad Allen, habe die beispiellose Aktion aber "noch nicht zu einem Erfolg erklärt", sagte eine Sprecherin der Küstenwache gestern.

Der Austritt von Öl und Gas aus dem Bohrloch sei lediglich zeitweise durch den Gegendruck des Schlamms, der in die Quelle gepumpt wurde, unterbrochen worden. "Admiral Allen hält fest, dass der Prozess weiterläuft, aber dass die Dinge nach Plan verlaufen", sagte Sprecherin Lisa Novak.

Die BP-Bohrinsel "Deepwater Horizon" war am 22. April gesunken und hatte das Leck im Meer hinterlassen.

Als Konsequenz aus der Ölkatastrophe will US-Präsident Barack Obama schärfere Regeln für Ölbohrungen im Meer aufstellen. Außerdem werde er das Moratorium über neue Bohrungen in tiefen Küstengewässern, das nach dem Unglück verhängt wurde, um sechs Monate verlängern, berichtete die "Washington Post". Pläne für Probebohrungen und Verpachtungen vor Alaska sollen gekippt werden. 160 Kilometer Küste sind mittlerweile verdreckt.