Frankfurt (Oder) (dpa). Die Oderflut hat auch in Frankfurt an der Oder zur höchsten Hochwasser-Alarmstufe 4 geführt. Trotzdem herrschte Optimismus, dass die modernisierten Deiche überall halten. Zwar war in Frankfurt der Richtwert von 6 Metern zunächst noch nicht erreicht, der Pegel lag aber mit 5,97 Metern nur knapp darunter. Im Landkreis Oder-Spree galt Stufe 4 bereits seit Mitte der Woche. Einige Straßenzüge der Grenzstadt standen bereits seit der Nacht unter Wasser. Damit die Deiche nicht überflutet werden, wurden Spundwände aufgestellt.

Zwar sanken seit gestern Morgen im südlichen Brandenburg die ersten Pegelstände wieder, die Wassermassen drängten aber unvermindert stark gegen die Deiche. In der Nähe von Ratzdorf wurde ein erster Schaden an einem unsanierten Deichstück entdeckt – der Riss wurde noch am Vormittag mit Sandsäcken und Reisig gesichert. Bei Slubice, der polnischen Nachbarstadt Frankfurts, wurden zwei Dörfer evakuiert.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will heute die von Hochwasser bedrohte Stadt Frankfurt an der Oder besuchen.