Berlin (dpa) - Die Bundesregierung registriert nach einem Zeitungsbericht pro Tag etwa 20 hochspezialisierte Hacker-Angriffe auf ihre Computer.

Einer pro Woche habe einen nachrichtendienstlichen
Hintergrund, zitiert die "Bild"-Zeitung aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion. Zudem gebe
es immer wieder Hinweise, dass russische Spione Mitarbeiter von Bundestagsabgeordneten anwerben wollten.

Auch die Bundeswehr ist nach einem anderen Zeitungsbericht millionenfach das Ziel gefährlicher Hacker-Attacken. Im vergangenen Jahr registrierte das Verteidigungsministerium bis Anfang Dezember mehr als 47 Millionen unberechtigte oder schadhafte Zugriffsversuche, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf das Ministerium berichtet. 9 Millionen Angriffe wurden der "Gefahrenstufe hoch" zugeordnet - waren also durch herkömmliche Schutzprogramme nicht abzuwehren. Das war eine halbe Million mehr als im gesamten Jahr 2015. Bisher erlitt die Truppe demnach aber keine Schäden.

Der schwere Hacker-Angriff auf den Bundestag vom Frühjahr 2015, nach dem die gesamte IT-Infrastruktur des Parlaments neu aufgesetzt werden musste, verursachte Kosten von rund 1,4 Millionen Euro, wie das Redaktionsnetzwerk aus der Bundestagsverwaltung erfuhr.