Sehr zum Leidwesen des Hobbygärtners meint es die Natur seit geraumer Zeit mit Nacktschnecken besonders gut. Zuerst ein milder Winter 2006/2007, dann ein warmer April, an den sich mehrere niederschlagsreiche Monate anschlossen. Ideale Bedingungen also für Nacktschnecken, die sich so zahlreich vermehren konnten und in vielen Gärten zur großen Plage wurden. Dort wo nichts gegen sie unternommen wurde, muss ab Herbst noch mit einer vermehrten Ablage von Eiern gerechnet werden, von denen in diesem Frühjahr weitere Gefahr ausgeht.

Experten rechnen deshalb für das Jahr 2008 mit einem "Jahrhundert-Schneckenjahr", zumal auch der Winter 2008 extrem mild war und überwinternden Schnecken und Eigelegen nicht geschadet hat. Einhalt gebieten könnte der zu erwartenden Schneckenplage nur noch eine extreme Trockenperiode im Frühjahr. Hobbygärtner sollten deshalb der zu erwartenden Schneckenplage vorbeugen, raten die Experten, indem sie den Boden im zeitigen Frühjahr möglichst tief lockern. Dadurch werden versteckte Eigelege zerstört oder an die Oberfläche befördert, wo sie dann vertrocknen oder von Vögeln gefressen werden.

Ein weiterer wirksamer Schutz ist das frühzeitige Ausstreuen von Schneckenkorn, um bereits die erste Schneckengeneration zu bekämpfen und somit an der Eiablage zu hindern. Schneckenkörner oder Schneckenlinsen mit dem Wirkstoff Metaldehyd (z. B. von Celaflor, Compo, Spiess-Urania und Etisso), wirken schnell und sicher. Sie sind regenbeständig und schützen Kulturen auch bei Regen und kalter Witterung bis zu zehn Tagen vor Schneckenfraß. Ca. 40 Körner pro Quadratmeter reichen bereits, um Pflanzen vor Schnecken zu schützen.

Für Igel, Vögel und Laufkäfer, die natürlichen Feinde von Schnecken geht von metaldehydhaltigem Schneckenkorn keine Gefahr aus. Auch der Boden wird durch dieses Schneckenkorn nicht belastet, da sich nicht aufgenommene Körner biologisch rückstandslos abbauen.

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