Essen - Vor einigen Jahrzehnten wurde der Motor bei Fahrzeugen hauptsächlich längs eingebaut. Bei aktuellen Modellen steckt er oft quer im Motorraum. Welchen Unterschied macht die Ausrichtung eigentlich?

Fahrzeuge mit Frontantrieb haben heute in der Regel einen quer eingebauten Motor unter der Haube. Dabei verläuft die Kurbelwelle des Motors parallel zu den Achsen, also quer zur Fahrtrichtung. Längs eingebaute Motoren kommen üblicherweise in hinterradgetriebenen Fahrzeugen zum Einsatz. Hier liegt die Kurbelwelle in Fahrtrichtung, erläutert der TÜV Nord.

Längsmotoren waren bis in die 1960er Jahre Standard bei Serienfahrzeugen. Die Hersteller bevorzugten die Freiheit, auch sechs oder acht Zylinder zu verbauen. Der Länge des Motors und der Motorhaube schienen kaum Grenzen gesetzt. Mit dem steigenden Interesse an Kompakt- und Kleinwagen sollte der Motor weniger Platz beanspruchen. Quer eingebaute Motoren erfüllen dieses Kriterium und sind günstiger in der Produktion.

Weil längs verbaute Motoren sehr kopflastig sind und für eine gute Traktion sorgen, sind sie weiterhin bei großen und schweren Fahrzeugen mit Heckantrieb eine gute Wahl. Nachteil der quer eingebauten Motoren: Ihre Einbaulänge ist durch die Breite des Fahrzeugs begrenzt. Einige Hersteller haben inzwischen Motorvarianten entwickelt, die auch mit sechs oder acht Zylindern quer zur Fahrtrichtung eingebaut werden können.