akz-i Nur 45 Prozent der 2010 getesteten Solarmodule bestanden die Prüfungen im Rahmen der Zertifizierung mit dem VDE-Zeichen auf Anhieb ohne Abweichungen, die restlichen Anbieter mussten nachbessern – zum Teil in mehreren Anläufen. Etwa 15 Prozent der Produkte wurden vom Hersteller am Ende zurückgezogen. Das ergaben jetzt Statistiken des Offenbacher VDE-Instituts. "Photovoltaik-Module wandeln Sonnenlicht direkt in Elektrizität mit einer Spannung bis 1.000 Volt um. Zugleich sind sie extremen Wetterbedingungen ausgesetzt: Hitze, Frost und Feuchtigkeit. Deshalb müssen sie ordnungsgemäß auf ihre Sicherheit und Effizienz bei der Stromerzeugung geprüft und zertifiziert werden. Prüfsiegel wie das VDE-GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit bieten dem Verbraucher beim Kauf einer Solaranlage die Gewissheit, dass die Anlage den höchsten Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen genügt", so VDE-Experte Manfred Disser.

Versicherungen und Banken prüfen, ob geprüft wurde
Die Prüfingenieure unterziehen Solarmodule einer ganzen Reihe von Prüfungen: Leistungsmessungen gehören ebenso dazu wie Beständigkeitsprüfungen unter wechselnden Klimazonen. Ob unter tropischen Bedingungen, im Wüstenklima oder in der gemäßigten Wetterzone Mitteleuropas – die Solarmodule werden unter allen erdenklichen Wetterbedingungen getestet, immer dort, wo sie produziert werden. Weiterhin wird die Langzeitstabilität mit Blick auf die UV-Strahlung und die Beschaffenheit der elektrischen Isolation und der Anschlüsse geprüft. Wird das Modul zusammen mit einem Befestigungssystem angeboten, werden Statik und die Wetter- sowie Korrosionsbeständigkeit der Konstruktion getestet. Zuletzt wird die Sicherheit der Steckverbinder, Kabel und der Anschlussdosen untersucht.

Unangekündigte Inspektionen der Fertigungsstätten und Stichproben vor dem Verschiffen sorgen für ein gleich bleibendes Qualitätsniveau. Ist das Produkt schließlich auf Herz und Nieren geprüft, erhält es das Zertifikat. "Unsere Prüfsiegel bieten dem Verbraucher viele Vorteile: Viele Versicherungen fordern mitunter das VDE-Zertifikat. Zudem können Bauherren leichter auf eine Bankfinanzierung zurückgreifen", erklärt Disser. "Denn viele Finanzinstitute geben nur dann Kredite für die Installation einer Solaranlage, wenn die Komponenten von einer anerkannten Prüfinstanz – wie dem VDE – zertifiziert worden sind."