Freiburg - Manche Kinder träumen durch den Tag. In der Schule geht das aber nicht mehr. Das wissen Eltern. Deshalb denken sie über eine spätere Einschulung nach. Sie fragen sich: Ist das sinnvoll?

Ist das eigene Kind besonders verträumt und langsam, machen sich Eltern häufig Sorgen wegen der Einschulung. Manche versuchen dann, den Nachwuchs noch für ein Jahr zurückstellen zu lassen. Oft kommen diese Kinder aber besser in dem neuen Umfeld zurecht, als erwartet. Dass sie viel träumten und in einer magischen Welt lebten, sei normal, argumentiert Erziehungsberater Michael Thiel in der Zeitschrift "Familie & Co" (Ausgabe Februar 2015). In der Schule gehe dieses träumerische Verhalten automatisch zurück und zeige sich bald nur noch ab und zu.

Kinder sind von Natur aus neugierig und wachsen an ihren Anforderungen. Eltern sollten ihnen deshalb die neuen Erfahrungen in der Schule ruhig zutrauen. Sind Mädchen und Jungen dennoch stark überfordert, können Eltern immer noch mit dem Klassenlehrer sprechen und sie gegebenenfalls später zurückstellen lassen.